One Nation Under God
Daß die eigene Tochter einen katholischen Kindergarten besucht, manifestiert sich meist in irgendwelchen Alltagssituationen. Wir spielten unter blauem Himmel, als die Kleine unvermittelt zu singen begann: „Er hat die ganze Welt in seiner Hand...“ Ein Lied über George W. Bush, dachte ich, endlich mal ein kritischer Kindergarten. Vorsichtshalber fragte ich aber noch einmal nach. „Wer hat die ganze Welt in seiner Hand?“ „Na, der Gott.“ Paß auf, dachte ich, jetzt schulst du mal den Sinn des Kindes für kritisches Hinterfragen. „Aber wenn da eine Hand wäre, dann müßten wir die doch sehen, irgendwo am Himmel!“ Über so viel Unwissenheit mußte meine Tochter den Kopf schütteln. „Die Hand ist auf der anderen Seite“, erklärte sie, „und die Amerikaner laufen auf Gottes Hand.“ Das Weltwissen der Fünfjährigen, dachte ich im Stillen, bestellte uns beiden ein Eis und meldete, zumindest bis zu den Abendnachrichten, dem Rest der Welt Hand unter. (Thorsten Baßfeld)
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,,Sozi-Splitter''
Die Moerser SPD steht vor dem Umbruch - fragt sich bloß wohin. Nach dem für einige prominente Ratsmitglieder katastrophalen Wahlergebnis der Kandidaten zum neuen Stadtrat haben ein paar GenossInnen für sich die Konsequenzen gezogen und treten zur kommenden Wahl nicht mehr an. Auch dabei Axel Sandhofen, der derzeitige Fraktionsvorsitzende. Selbst einige altbewährte Genossen aus dem Hintergrund schmeißen ihre Arbeit und zeigen der teilweise völlig neuen Mannschaft den „Stinkefinger“. Gerüchte, wonach die verbliebene SPD-Mannschaft um Hans-Gerd Rötters zur Unterstützung des derzeit aktiven Bürgermeisters gegen seine eigenen Parteifreunde in die CDU eintreten werden, hatten sich bis Redaktionsschluß nicht bestätigt. SozSonstiges
Da hat doch die Rheinische Post zu Karneval tatsächlich ein Photo, aufgenommen vom „inoffiziellen Bürgermeister von Asberg aehem SCHERPENBERG“, dem chronischen Chronisten Moerser Umtriebe, Claus Peter Küster, veröffentlicht: Petra Rennicke, während sie den Festwagen lenkt, bei der Handybenutzung. Anhand dieses Beweismittels plädieren wir auf 12 Monate Festwagenentzug, was sich wohl ohne weiteres umsetzen lassen wird. Dünger? Welk? Und weil ich hier gerade so schön in dieser Ecke vor mich hinwelke, schreibe ich noch schnell die Spalte zu. Denkt Euch hier ein paar echt „süffisante“ Bemerkungen oder auch doppelzüngig gemeinte Kommunalspitzen à la „Tücki“ hinne, dann passt’s schon. Tja, vielleicht blühen ja doch andere Gewächse hier zur Zeit so breit, dass uns nur noch das Welken bleibt. Allerdings ist es ja auch gemein, das in Moers jetzt andauernd alles geschrieben werden darf... Aber im Tagesgeschäft macht’s ja auch die Masse, um ganz gemein zu schließen.
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